ORTE ZUM HÖREN, FÜHLEN, BEGREIFEN & MITMACHEN

Alles Verhandlungssache?

Zukunft entsteht, wo wir Grenzen überschreiten.

Ob im Unternehmen, im Rathaus, in der Schule oder im Ehrenamt: Wir investieren Zeit, Geld, Wissen und Ideen, damit unsere Heimat Zukunft hat. Manche schaffen Arbeitsplätze, andere eröffnen Bildungswege, erhalten Gebäude oder stärken den Zusammenhalt. Uns verbindet die Bereitschaft, Verantwortung für unsere Region zu übernehmen. Wie ihre Zukunft aussehen soll und was dafür zählt, betrachten wir aus unterschiedlichen Perspektiven.

Genau hier setzt „Alles Verhandlungssache?“ an und bringt Menschen aus Wirtschaft, Bildung, Kommune und Zivilgesellschaft mit Künstler*innen zusammen. Gemeinsam fragen wir: Wie können unsere unterschiedlichen Beiträge zusammenwirken? Was ist uns wichtig – und wie finden wir zu gemeinsamem Handeln? Kunst eröffnet dafür einen besonderen Zugang: Sie lässt uns Rollen wechseln, Gewohntes hinterfragen und Möglichkeiten erproben. Geplant sind künstlerische Arbeitsaufenthalte in Betrieben, Medien- und Theaterprojekte mit jungen Menschen sowie öffentliche Aktionen. Auch Leerstände und ungewöhnliche Orte können zu Räumen werden, in denen persönliche Geschichten und Zukunftsideen Gestalt annehmen.

Im ersten Projektjahr stehen Zuhören, gemeinsame Recherche und der Aufbau von Partnerschaften im Mittelpunkt. Daraus entwickeln wir im weiteren Verlauf einen künstlerischen „Projektkompass“: In Szenen, Geschichten und öffentlichen Gesprächen macht er sichtbar, wo Interessen aufeinandertreffen, wie wir Prioritäten setzen und welche Werte unsere Entscheidungen prägen. Dabei zählen Geld und Gebäude ebenso wie Zeit, Wissen, Vertrauen und Zusammenhalt.

Wer gemeinsam Zukunft gestalten will, muss verstehen, was andere einbringen und was sie bewegt. Dafür öffnen wir Räume – und laden dazu ein, Ballenstedts Möglichkeiten über den eigenen Blickwinkel hinaus zu entdecken.

Gefördert in LOKAL – Programm für Kultur und Engagement, einem Programm der Kulturstiftung des Bundes und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Kooperation mit der European Cultural Foundation und der John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie. Die Kulturstiftung des Bundes ist gefördert von dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

Förderzeitraum 10/2026 bis voraussichtlich 9/2030


Is Everything Negotiable?

The future takes shape when we cross boundaries.

Whether in business, local government, schools or volunteering, we invest time, money, knowledge and ideas to secure a future for the place we call home. Some create jobs; others open up educational opportunities, preserve buildings or strengthen community ties. We share a willingness to take responsibility for our region. Yet we have different perspectives on what its future should look like and what matters in shaping it.

This is the starting point for ‘Is Everything Negotiable?’ and brings people from business, education, local government and civil society together with artists. Together, we ask: How can our different contributions support one another? What matters to us – and how can we find ways to act together? Art offers a distinctive way to explore these questions: it allows us to step into different roles, question the familiar and try out possibilities. Plans include artist residencies in local businesses, media and theatre projects with young people, and creative activities in public spaces. Vacant buildings and unexpected places can also become spaces where personal stories and ideas for the future take shape.

The first year of the project focuses on listening, shared research and building partnerships. This will lay the foundations for an artistic ‘project compass’, developed as the project progresses. Through scenes, stories and public conversations, it will reveal where interests meet, how we set priorities and which values shape our decisions. Money and buildings matter, as do time, knowledge, trust and community ties.

Shaping the future together means understanding what others contribute and what motivates them. We are opening up spaces for this – and inviting people to look beyond their own perspectives and discover what is possible in Ballenstedt.

Funded by the LOKAL programme of the German Federal Cultural Foundation and the Federal Agency for Civic Education (bpb), in cooperation with the European Cultural Foundation and the John Dewey Research Centre for the Didactics of Democracy. The German Federal Cultural Foundation is funded by the Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Federal Government Commissioner for Culture and the Media).

Mehr Informationen

Zur Website LOKAL der Kulturstiftung des Bundes


Wirkungslogik des Projektes

Ausgangspunkt: Viele Menschen engagieren sich für Ballenstedt. Doch ihre Vorstellungen von Wert, Erfolg und Verantwortung stehen häufig nebeneinander. Das Projekt schafft Gelegenheiten, andere Perspektiven zu verstehen, gemeinsame Anliegen zu entdecken und neue Handlungsmöglichkeiten zu erproben.

Was wir tun: Künstler arbeiten mit Unternehmen, Schulen, Vereinen und kommunalen Verantwortlichen zusammen. Künstlerische Arbeitsaufenthalte, Medien- und Theaterprojekte sowie öffentliche Aktionen verbinden künstlerische Praxis, Teilhabe und Stadtentwicklung. Durch Geschichten, Rollenwechsel und gemeinsames Gestalten werden unterschiedliche Erfahrungen und Wertvorstellungen erlebbar. Menschen vor Ort bringen eigene Fragen ein und gestalten die Prozesse mit. Besonders junge Menschen und bislang wenig gehörte Stimmen sollen Raum erhalten. Betriebe, Schulen, Leerstände und öffentliche Orte werden zu gemeinsamen Lernräumen. Aus den gesammelten Erfahrungen entsteht ein künstlerischer Projektkompass, der Prioritäten, Konflikte und gemeinsame Anliegen sichtbar macht und Orientierung für zukünftige Entscheidungen bietet.

Was sich verändern soll: Einzelpersonen stärken ihre Ausdrucksfähigkeit und Selbstwirksamkeit. Sie lernen andere Lebensrealitäten kennen und gewinnen Zutrauen, eigene Anliegen einzubringen. Partnerschaften gewinnen an Vertrauen und gegenseitigem Verständnis. Beteiligte erkennen ihre jeweiligen Handlungsspielräume und erproben neue Formen der Zusammenarbeit. Die Stadtgesellschaft profitiert von einer offenen Gesprächs- und Beteiligungskultur. Unterschiedliche Interessen werden besprechbar; gemeinsame Zukunftsfragen erhalten öffentliche Aufmerksamkeit. heimatBEWEGEN entwickelt langfristige Partnerschaften und stärkt seine Fähigkeit, künstlerische Prozesse für gemeinsames Lernen und demokratische Stadtgestaltung zu organisieren.

Wie Wirkung entsteht: Aus Begegnung kann Verständnis wachsen, aus gemeinsamem künstlerischem Arbeiten Vertrauen und Kooperation. Sichtbare Ergebnisse sind künstlerische Beiträge, öffentliche Begegnungen, Partnerschaften und der Projektkompass. Die angestrebte Wirkung zeigt sich darin, wie Menschen miteinander sprechen, zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen. Langfristig sollen mehr Menschen Ballenstedts Zukunft gemeinsam gestalten können. Dafür müssen die entstandenen Beziehungen und Erfahrungen über einzelne Veranstaltungen hinaus weitergetragen werden.

Was den Ansatz besonders macht: Das Projekt setzt unterschiedliche Vorstellungen von Wert und Zukunft künstlerisch miteinander in Beziehung: Arbeitsplätze, Geld und Gebäude zählen ebenso wie Bildung, Zeit, Vertrauen und Zusammenhalt. Kunst eröffnet einen Raum, in dem ungewohnte Sichtweisen, eigenständige Werke und neue Möglichkeiten gemeinsamen Handelns entstehen können.

Bezug zu den Nachhaltigkeitszielen: Das Vorhaben trägt zu hochwertiger Bildung (Ziel 4), nachhaltigen Städten und Gemeinden (Ziel 11), demokratischer Teilhabe und starken Institutionen (Ziel 16) sowie sektorenübergreifenden Partnerschaften (Ziel 17) bei.