Eine Stadt mal sich zusammen
Der Tag des Ehrenamts 2026 in Ballenstedt
Am Tag des Grundgesetzes verwandelte sich die Ballenstedter Allee in einen offenen Raum für Kunst, Begegnung und gemeinsames Gestalten. Bei „1000 Meter Kunst – Eine Stadt malt sich zusammen“ gestalten Bürgerinnen und Bürger, Kitas, Schulen, Vereine und viele weitere Akteure gemeinsam eine ganze Allee mit bunter Kreide – ein kilometerlanges Gemeinschaftskunstwerk mitten im öffentlichen Raum.
Schon am Vormittag füllte sich die Ballenstedter Allee mit Leben. Zwischen den alten Kastanienbäumen drängten Schulen, Kitas sowie Schülerinnen und Schüler auf die Straße und verwandelten die Allee gemeinsam in ein riesiges Kunstwerk. Mit bunter Kreide entstanden Bilder, Gedanken, kleine Botschaften, Figuren und Geschichten – ganz persönliche Perspektiven auf das Leben, auf Gemeinschaft und auf das, was die Kinder und Jugendlichen bewegt.
Währenddessen gestalteten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse des Gymnasiums Ballenstedt leerstehende Schaufenster entlang der Allee mit ihren eigenen Perspektiven auf Demokratie und Grundgesetz. In selbst entwickelten Bannern und Installationen beschäftigten sie sich mit Freiheit, Gleichheit und Mitbestimmung und kamen darüber immer wieder mit Passantinnen und Passanten ins Gespräch.
Zwischen den alten Kastanien entstand außerdem ein Grundrechte-Korridor: Farbige Banner vermittelten ausgewählte Artikel des Grundgesetzes in leichter Sprache und luden dazu ein, stehen zu bleiben, zu lesen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein besonderer Hingucker war das große 3D-Kunstwerk von Streetartist 3D Filip. Mitten auf der Allee entstand ein riesiges Flugzeug, das optisch aus der Straße herausragte und zu einem beliebten Fotomotiv für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurde.
Am Nachmittag eröffnete der Kinder- und Jugendchor des Gymnasiums Ballenstedt gemeinsam mit Herbert Grönemeyer das Engagement-Café auf der Allee. Dabei blieb es nicht nur bei Musik und gemeinsamen Liedern: Herbert Grönemeyer suchte immer wieder das Gespräch mit den Jugendlichen an den Schaufenstern, sprach mit ihnen über Demokratie, das Grundgesetz und darüber, was Freiheit und Zusammenhalt heute eigentlich bedeuten.
Rund um das Engagementcafé kamen viele Bürgerinnen und Bürger bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen miteinander ins Gespräch. Überall entlang der Allee entstanden spontane Begegnungen. Menschen blieben stehen, setzten sich zusammen oder rückten einfach ihre Stühle vor die Häuser auf die Straße, um gemeinsam diesen besonderen Nachmittag zu erleben.
Für einen Tag wurde die Ballenstedter Allee zu einem lebendigen Mitmach- und Begegnungsraum – voller Kunst, Gespräche, Musik und dem Gefühl, dass Stadtgesellschaft dann entsteht, wenn Menschen gemeinsam etwas gestalten.












Für die Umsetzung von „1000 Meter Kunst – Eine Stadt malt sich zusammen“ haben sich unglaublich viele Menschen, Einrichtungen und Initiativen eingebracht und den Tag mitgetragen. Gerade diese breite Unterstützung hat die besondere Atmosphäre entlang der Allee möglich gemacht.
So stellten die Gewerbetreibenden, Anliegerinnen und Anlieger sowie Bürgerinnen und Bürger entlang der Allee ihre Schaufenster für die Ausstellung der Jugendlichen zur Verfügung und unterstützten das Engagementcafé ganz praktisch bei der logistischen Umsetzung. Der Bauhof der Stadt Ballenstedt half bei der Vorbereitung der Allee, unterstützte beim Putzen und Herrichten der Straße sowie bei der Absperrung während der Veranstaltung. Viele Menschen aus der Stadtgesellschaft brachten sich mit ganz persönlichen Beiträgen ein: Die Landfrauen Opperode, die Engagierten des KKS-Freischütz von 1930 Ballenstedt und zahlreiche Privatpersonen backten Kuchen für das Engagementcafé. Anwohnerinnen und Anwohner der Allee versorgten Helferinnen und Helfer sowie die Crew mit Schnittchen und Getränken. Die Hochschule Harz unterstützte insbesondere die inhaltliche Gestaltung des Engagementcafés und brachte Perspektiven rund um Ehrenamt, Beteiligung und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein.
Unterstützt wurde das Format außerdem durch die Stiftung Bürger für Bürger sowie die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Kinder und Jugendliche aus allen Schulen und Kitas beteiligten sich aktiv an der Aktion und gestalteten gemeinsam die Allee mit Kreidebildern und künstlerischen Beiträgen. Ein engagierter Mitbürger stellte die Musikanlage zur Verfügung und unterstützte die Veranstaltung technisch vor Ort. Die Harzsparkasse war mit dem Sport- und Spielmobil der Sportjugend Harz an Bord. Darüber hinaus engagierten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hinter den Kulissen und organisierten unter anderem das Catering für die Abendveranstaltung „Lasst uns reden – woher wir kommen“ auf Gut Ziegenberg.
Ein ganz besonderer Dank gilt außerdem Herbert Grönemeyer und Michael Steinbrecher.
Danke, dass ihr euch auf Ballenstedt, auf die Menschen, auf die vielen kleinen Begegnungen und auf all das eingelassen habt, was entlang der Allee entstanden ist. Danke fürs Zuhören, für die Gespräche mit Kindern und Jugendlichen, für die Zeit in den Chören, an den Schaufenstern, auf der Straße, im Engagementcafé und für die vielen spontanen Momente dazwischen. Es war spürbar, dass es nicht um einen kurzen Besuch oder einen Auftritt ging, sondern um echtes Interesse an den Menschen vor Ort und an ihren Geschichten. Gerade diese Offenheit, diese Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich Zeit zu nehmen, haben viele Menschen tief berührt und dem Tag eine ganz besondere Atmosphäre gegeben.
Ein besonderer Dank gilt hier der Allianz der Gestalter*innen, der Stiftung FONDAMENT und PlanetNarratives.
Gefördert durch
Die Veranstaltung „1000 Meter Kunst“ im Rahmen des bundesweiten Ehrentages wurde durch personelle Ressourcen aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung BULEplus des Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat BMLEH ermöglicht und organisatorisch umgesetzt.

Einzelne Programmbestandteile wurden durch Drittmittel ergänzt, darunter ein Engagementcafé im Rahmen des Forschungsprojekts VITAL, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt.