Was erzählen uns Dinge, wenn wir beginnen, ihnen zuzuhören? Gemeinsam mit 25 Schüler:innen des Gymnasiums Ballenstedt begeben wir uns auf eine experimentelle Workshopwoche, in der Alltägliches neu gedacht wird. Unter dem Motto Dramaturgie der Dinge wird gesammelt, zerlegt, kombiniert, gehört und neu inszeniert – zwischen Klang, Objekt und Performance.
Im Zentrum steht die Error Music AG gemeinsam mit dem DJane-Kollektiv Yosa Peit aus Berlin, die Fehler nicht vermeidet, sondern bewusst einsetzt: Rauschen, Brüche und Störungen werden zum Ausgangspunkt kreativer Prozesse. Es entsteht ein offener Raum für Improvisation, Neugier und gemeinsames Lernen. Ebenfalls in dieser Woche ein Trash-to-Fashion-Workshop mit der hawaiianischen Künstlerin Elsha Travis und der Theaterpädagogin Kerstin Dathe. Aus scheinbar Wertlosem entstehen tragbare Objekte, Kostüme und performative Ausdrucksformen – zwischen Mode, Bühne und Haltung.
Die Ergebnisse dieser Woche werden am
Freitag, den 26. Juni um 16 Uhr im Feinkost KORTUM
in einer Abschlusspräsentation öffentlich gezeigt.
Trash-to-Fashion: Upcycling-Workshop mit Kerstin Dathe
Die Künstlerin und Dichterin Elsha Travis und die Puppenbauerrin und Theaterpädagogin Kerstin Dathe laden zu einem mehrtägigen Kunstworkshop unter dem Titel „Trash-to-Fashion“ ein. In diesem kreativen Format werden Abfallmaterialien, alte Möbel und scheinbar Wertloses in tragbare Kunst und originelle Objekte verwandelt. Der Ansatz folgt dem Prinzip der „Bad Art“: fern von Perfektion, nah an Ausdruck, Experiment und kollektiver Freude. Kunst wird hier zur Brücke – zwischen Menschen, Ideen und Lebenswelten. Ziel ist eine generationenübergreifende Zusammenarbeit mit lokalen Handwerker:innen, Künstler:innen und Schüler:innen, die in einer öffentlichen Präsentation oder Modenschau mündet.



Error Music AG
Was passiert, wenn Fehler nicht vermieden, sondern hörbar gemacht werden? Die Error Music AG versteht den Irrtum als kreativen Ausgangspunkt. Rauschen, Brüche, Wiederholungen, technische Störungen oder schiefe Töne werden nicht korrigiert, sondern bewusst genutzt, um neue Klangräume zu öffnen. Gemeinsam experimentieren Teilnehmende mit Sounds, Geräten, Stimmen und Zufällen – zwischen Musik, Geräusch und Performance. Die Error Music AG lädt dazu ein, Kontrolle loszulassen, Gewohntes zu hinterfragen und im Unperfekten neue Ausdrucksformen zu entdecken. Ein offener Raum für Neugier, Improvisation und gemeinsames Lernen – ganz im Sinne des Kunstkurorts: prozesshaft, niedrigschwellig und überraschend.