AUS LIEBE & LEIDENSCHAFT

VITAL

Vereine und Initiativen für Traditionspflege
& Attraktivitätserhalt in ländlichen Räumen

Viele kleine Kommunen erleben wegen finanzieller und personeller Engpässe eine schleichende
Aufgabe freiwilliger Aufgaben. Oft versuchen ehrenamtliche Akteure, die Lücken zu füllen.
Verhandlungen über wichtige Aspekte wie Finanzierung, Befugnisse, Haftung und Aufgabenteilung werden jedoch in jedem Ort neu geführt. Dies führt zu Ineffizienz, Misserfolg, Enttäuschung und Interessenverlust.
Im Projekt VITAL untersuchen im Rahmen des Forschungsaufrufs Wandel im Engagement und Ehrenamt die Hochschule Harz mit dem Fachbereich Öffentliche Verwaltung, welche Kooperationsmodelle zur Erfüllung freiwilliger Aufgaben im Ehrenamt existieren und wie diese ausgestaltet sind. Ziele sind mehr gelingende Partnerschaften, die Aufrechterhaltung freiwilliger Aufgaben, bessere Arbeitsbedingungen im Ehrenamt sowie die Stärkung ehrenamtlicher Akteure als Partner auf Augenhöhe. Zudem sollen aktuelle Lagebilder solcher Kooperationen in strukturschwachen Räumen erstellt und deren Beitrag zur demokratischen Kultur evaluiert werden. Als Praxispartner werden die Einheitsgemeinde Ballenstedt und die Verwaltungsgemeinde Westliche-Börde sowie die Vereine heimatBEWEGEN, Harzclub e.V., der Sozialverband Deutschland Kreisverband Osterode und Ein Harz das länderübergreifende Projekt in der Harzregion mit ihren Perspektiven und Einblicken bereichern.

Dieses Projekt wird unter der Nummer DSEE-FAU-1047947 durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) im Forschungsaufruf „Wandel im Engagement und Ehrenamt“ 2025/2026 finanziert. Die Laufzeit ist vom 01.01.2025-31.12.2026 mit dem Förderkennzeichen DSEE-FAU-1047947.


Zum Förderprogramm

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) möchte mit dem Forschungsaufruf Wandel im Ehrenamt mehr wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen und ihre Auswirkungen auf das Engagement und das Ehrenamt gewinnen und zur Verfügung stellen. Deshalb lanciert die DSEE einen neuen Forschungsaufruf. Durch innovative Forschungsprojekte sollen faktenbasierte Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Förderung von Engagement und Ehrenamt entstehen. Die DSEE ruft zur Einreichung von Forschungsskizzen auf, die sich mit den dynamischen Veränderungen im Bereich des Engagements und Ehrenamts beschäftigen. Konkret geht es um die Themen “Neue“ Formen des Engagements, Diversität und Teilhabe im Engagement und Ehrenamt, Gewinnung und Bindung von Engagierten, Digitalität und Innovation. In Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen sollen in den Forschungsprojekten Erkenntnisse gewonnen und Empfehlungen für die Förderung von Engagement abgeleitet werden.


Wirkungslogik des Projekts

Handlungsbereiche: Das Projekt stärkt das Engagement und die Teilhabe in strukturschwachen Regionen. Es zielt darauf ab, verlässliche Kooperationsmodelle zur Erfüllung freiwilliger Aufgaben zu entwickeln. Darüber hinaus werden Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und attraktive Lebensgestaltung in ländlichen Räumen geschaffen, indem freiwilliges Engagement systematisch unterstützt und in übergreifende regionale Strategien eingebunden wird. Das Projekt fördert somit eine zukunftsfähige und resiliente Entwicklung des ländlichen Raums.

Wirkungsebenen: Die Entwicklung neuer Kooperationsmodelle und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für freiwillige Aufgaben schaffen nachhaltige Strukturen. Diese erleichtern die langfristige Erfüllung freiwilliger Aufgaben und die Einbindung von Ehrenamtlichen in regionale Entwicklungsprozesse.

Innovationsansatz: Das Projekt setzt auf die systematische Erfassung und Bewertung bestehender Kooperationsmodelle im Ehrenamt und entwickelt daraus praxisnahe Lösungen für strukturschwache Regionen. Die Verbindung von Wissenschaft, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren sorgt für eine breite Wissensbasis und praxisorientierte Handlungsempfehlungen. Durch partizipative Formate wird die Perspektive der Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden.

Das Projekt adressiert damit folgende Nachhaltigkeitsziele der Europäischen Union: Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden durch die Förderung resilienter und inklusiver Gemeinschaften in ländlichen Räumen; Ziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen durch die Stärkung der demokratischen Kultur durch Beteiligungsprozesse und die Unterstützung ehrenamtlicher Akteure und Ziel 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele durch die Förderung von Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren wie Vereinen, Initiativen, Wissenschaft und Verwaltung.