Skate Contest verbindet Jugendkultur & Engagement
Am heißesten Tag des Sommers 2026 verwandelte sich die Multisportanlage an der ehemaligen Diskothek Mirage in Ballenstedt in einen Treffpunkt für Skaterinnen und Skater und BMX-Fahrer. Beim ersten Skate-Contest dieser Art standen nicht nur sportliche Leistungen im Mittelpunkt, sondern vor allem Begegnung, Eigeninitiative und Gemeinschaft.
Bei über 40 Grad im Schatten, flimmernder Luft über dem Asphalt und sengender Sonne verlangte der Skate-Contest den Teilnehmenden einiges ab. Doch weder die Hitze noch die Sonne konnten die Begeisterung bremsen. Zwischen Rampen, Rails und schattigen Rückzugsorten entstand eine entspannte Sommeratmosphäre, die den gesamten Tag prägte.
Am Vormittag füllte sich der Skatepark mit Teilnehmenden aus der Region. Nach der Registrierung und einer kurzen Begrüßung wurde gemeinsam eingefahren, bevor die ersten Wertungsläufe starteten. Das Besondere: Mit gerade einmal fünf Jahren war der jüngste Teilnehmer dabei – nach oben gab es keine Altersgrenze. So gingen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam an den Start und zeigten in verschiedenen Altersklassen ihr Können auf Rampen, Rails und Hindernissen. Zwischen den Wettbewerben sorgten die BMX-Fahrer von Harz Roll mit spektakulären Tricks für zusätzliche Highlights. Die entspannte Atmosphäre lud dabei immer wieder zum Zuschauen, gegenseitigen Anfeuern und gemeinsamen Austausch ein.
Trotz der extremen Temperaturen blieb der Skatepark den ganzen Tag über ein Ort der Begegnung. Zwischen den Wettbewerben wurde gemeinsam gefahren, Erfahrungen ausgetauscht und immer wieder entstanden Gespräche am Rand der Anlage. Schnell wurde deutlich: Im Mittelpunkt stand nicht der Wettkampf, sondern die Freude am gemeinsamen Skaten und das Miteinander.
Beeindruckend war an diesem Tag nicht nur das Engagement der Teilnehmenden auf dem Board, sondern auch das vieler Menschen hinter den Kulissen. Vereine, Unternehmen, Ehrenamtliche und öffentliche Einrichtungen packten gemeinsam mit an und sorgten für Technik, Verpflegung, Sicherheit und Infrastruktur. Aus der Idee einer Jugendlichen wurde so ein Gemeinschaftsprojekt, das weit über Vereins- und Organisationsgrenzen hinaus getragen wurde.
Genau darin zeigte sich die Idee des Jugendbudgets: Junge Menschen erhalten die Möglichkeit, eigene Projekte anzustoßen – und erleben gleichzeitig, dass ihre Ideen ernst genommen werden. Der Skate-Contest machte eindrucksvoll sichtbar, wie aus Eigeninitiative gemeinsames Handeln entsteht. Nicht eine einzelne Person organisierte die Veranstaltung, sondern viele Menschen brachten ihre Zeit, ihre Erfahrungen und ihre Unterstützung ein, damit die Idee Wirklichkeit werden konnte.
Der Skate-Contest war damit weit mehr als eine Sportveranstaltung. Er zeigte, wie junge Menschen ihre Stadt aktiv mitgestalten können – und wie aus einer Idee ein Projekt entsteht, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammenbringt. Der eigentliche Erfolg des Tages lag deshalb nicht in der Zahl der Besucherinnen und Besucher, sondern in der Gemeinschaft, die diesen Contest möglich gemacht hat.
































Fotografie: Lisa Schmidt

Organisiert wird dieses Event von Freya Ruske
Freya ist eine junge Freestyle-Skaterin, die seit April 2022 mit großer Hingabe auf dem Board steht. Mit gerade einmal 16 Jahren hat sie sich durch kontinuierliches Training und viel Leidenschaft schnell einen Namen in der Szene gemacht. 2024 wurde sie Vizeweltmeisterin im Freestyleskaten, 2025 erreichte sie einen Platz unter den drei besten Fahrerinnen Europas. Seit Februar 2025 fährt Freya professionell und ist mit einem eigenen Deck beim Never-Enough Streetstore vertreten. Sie nimmt regelmäßig an Wettkämpfen in Deutschland, Schweden und den Niederlanden teil und wird von Never-Enough Streetstore, Molofok und Ferienhaus Schatzliebe unterstützt. Trotz ihrer Erfolge bleibt sie bodenständig und vor allem eines: mit Freude und Neugier auf dem Skateboard unterwegs



FOTOS @MARC.GALITSKI
Gefördert durch
Die methodische, organisatorische und pädagogische Begleitung der Beteiligungs- und Entscheidungsprozesse mit Jugendlichen erfolgt im Rahmen des Projekts WERKStadt – Orte zum Hören, Fühlen, Begreifen & Mitmachen, das durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung BULEplus gefördert wird. Die im Projekt WERKStadt aufgebauten personellen und organisatorischen Strukturen ermöglichen die Begleitung junger Menschen bei der Entwicklung und Umsetzung eigener Projektideen sowie die Erprobung partizipativer Beteiligungsformate im Sozialraum.

Das Jugendbudget wird vollständig über Spenden der Initiative Glück in Dosen des Rockharz Festivals finanziert.

Gemeinschaftlich unterstützt durch
BMX-Gruppe Harz Roll
Ballenstedter Eisdiele
Kleinkaliber-Schützen von 1930 Ballenstedt e.V.
Feuerwehr Ballenstedt
Rockharz Festival, Veruga GmbH
R & N Gebäudeservice
Malteser Hilfsdienst
Stadt Ballenstedt
ToMe – Sound & Light
Patrick (Moderation), Sascha, Robert & Francisco (Jury)
& Uwe, Claudia, Tobias, Uschi, Frank, Marion, Holger