AUS LIEBE & LEIDENSCHAFT

Der get/heilte Himmel

Parallelen und Kontraste – Frauenleben in Ost und West

Ist der Himmel über Deutschland immer noch geteilt? Oder ist er längst geheilt? Dieser Frage wollen wir gemeinsam mit der Autorin Bettina Fügemann in unseren Themenausgaben „Der get/heilte Himmel (nach Christa Wolf“ unseres Podcasts Harzer KLEINSTADTkaleidoskop nachspüren. In unseren Interviews kommen starke und selbstbewusste Frauen zu Wort. West- und Ostfrauen. Wir wollen den Unterschieden von west- bzw. ostsozialisierten Frauen auf den Grund gehen. Gibt es sie überhaupt noch nach 30 Jahren Deutsche Einheit? Oder überwiegen inzwischen Gemeinsamkeiten?

An den Tonaufnahmen der Frauen – und wie über sie berichtet wird – ließe sich manche Wiedervereinigungsgeschichte erzählen. Was haben die Frauen aus beiden Teilen Deutschlands mit in die Wiedervereinigung gebracht? In ihren Leben, egal, wo sie aufgewachsen sind, geht es um Kontinuitäten und Brüche gleichermaßen, um ambivalente Erfahrungen von Glück und Unglück nach dem Mauerfall. Kaum eine Biografie lässt sich ohne diese Widersprüche erzählen. Und wenn wir genau hinhören, finden wir uns in den Geschichten dieser Frauen wieder.


Intro

Bettina Fügemann, Akzenteverein für Kultur, Jugend und Soziales e. V.


Folge 1 – Gott fügt alles wunderbar – Die Gläubige

Mit Pfarrerin Angela Heimann Trosien und Bettina Fügemann

Die Pfarrerin Angela Heimann Trosien ist schon viele Wege gegangen: sie kommt aus Aachen und Köln nach Berlin, wo sie an der Schwesternhochschule der Diakonie als Lehrerin für Krankenpflege arbeitet. Ihr Weg führt sie von der Medizin zur Theologie nach Münster. Sie arbeitet als Pfarrerin in Wetzlar und Bad Münster Eifel, bis sie der Ruf der Landeskirche Anhalt erreicht und sie in den Kirchgemeinden im Vorharz eine neue Aufgabe findet.


Folge 2 – Stark und selbstbewusst – Die Macherin

Mit Antje Gather und Bettina Fügemann

In Sachsen geboren, muss sie mit elf Jahren die Verhaftung ihres Vaters von der Staatssicherheit erleben. Noch vor der Maueröffnung flüchtet sie in den Westen, wo sie in Ansbach ihren Lebenspartner kennenlernt. Die Tochter Amondin wird geboren. Als ihr Mann im Osten eine Firma gründet, folgt sie ihm in den Harz und eröffnet einen Frisörsalon. 


Folge 3 – Leben in zwei Welten – Die Beharrliche

Mit Friederun Krosch und Bettina Fügemann

Sie selbst nennt sich widerspenstig. Doch auf den ersten Blick wirkt sie eher selbstbewusst, gepaart mit einer klugen Zurückhaltung. In eine Ballenstedter Arztfamilie hineingeboren, ist sie stark mit der Familie ihrer Mutter verbunden. Carl Brinckmeier 1850 gründete die erste höhere Schule im Ort. Berufsbedingt zog die Familie fort, bis der Vater bezichtigt wurde, am Umbruch des kommunistischen DDR-Regimes beteiligt zu sein, was ihm 8 Jahre Haft in Bautzen einbrachte. Als der Vater nach 3 Jahren (Amnestie) zurückkehrte, wurde er Pfarrer und die Familie zog nach Wittenberg. Inzwischen wird Friederun Diakonisse (Erzieherin), bis sie es schafft, die DDR zu verlassen, um in Regensburg einen neuen Berufsstart zu wagen. Heute lebt sich im Haus ihrer Vorfahren – und – ist endlich wieder zu Hause.


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Zur Entstehung dieser Podcasts – Unser Anliegen

Wir sind keine Profis, weder unsere Interviewpartner*innen noch diejenigen, die sich gemeinsam mit uns ins Abenteuer stürzen, sich vor das Mikro setzen und uns dabei helfen die Geschichten festzuhalten. Es geht uns mit diesem Projekt darum die Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen der Menschen hier festzuhalten. Es geht uns aber auch darum, jeder oder jede, die den Mut hat als Interviewer*in zu agieren, dabei zu unterstützen, einmal etwas Neues zu wagen. Medien, Technik, Interviewführung …. das ist nicht nur neu und ungewohnt, es ist auch eine Erfahrung. Wir laden alle ein mitzumachen und entweder ihre Geschichte zu erzählen als auch selbst einmal in die Rolle des Journalisten zu schlüpfen. Denn auf unserer Reise durch das Leben, die Geschichten und Schicksale der Menschen dort, blicken wir mit unserem Podcast hinter die Kulissen einer Kleinstadt, kommen uns näher, finden und fühlen einander. Denn das ist der Sinn des Lebens.